Geschichte der Freiwilligen Feuerwache Oberschöneweide 5340

Die Entstehung der FF 5340

 

Der Baubeginn des Wachgebäudes und die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr war 1897. Ein Jahr später wurde das Wachgebäude fertiggestellt und an die Gemeinde Oberschöneweide übergeben. Im selben Jahr noch wurde auch die Gründung von Oberschöneweide als eigenständige Landgemeinde im Kreis Niederbarnim/ Preußen vorgenommen.

1899 wurde die Feuerwache eingeweiht.

 

1920 wurde Oberschöneweide zu Groß- Berlin eingemeindet. Die FF wird Teil der Berliner Feuerwehr.

Aufgrund Mobilmachung für die deutsche Wehrmacht, entstand Personalmangel im 2. Weltkrieg.  Damals waren zahlreiche Brände durch Bombenangriffe auf Wohn- und Fabrikvierteln mit an der Tagesordnung. 80%  der Wohnungen wurden durch Bombardierungen  zerstört. Es herrschte Kraftstoffmangel und unzureichende Löschwasserversorgung durch Bombenschäden.

 

1945 wurde ein Raum der Wache vom Krankenhaus „Königin Elisabeth“ (Treskowallee) Oberschöneweide als Leichenhalle benutzt.

 

Im Mai 1945 wurde die Wehr durch die Rote Armee geplündert und später wurde das Gebäude teilweise militärisch genutzt. Ein Monat darauf begannen ehemalige Kameraden der FF Oberschöneweide mit einem handgezogenen Löschwagen den Dienst.

Kurz nach dem Krieg wurde die Freiwillige Feuerwehr kurzzeitig eine Berufsfeuerwehr, als Außenstelle der BF Köpenick.

Später wird die FF durch einen Maschinisten (Kraftfahrer) der BF Köpenick im 24-Stunden Dienst besetzt. Die Feuerwache wird 3 Jahre später wieder eine reine Freiwillige Feuerwehr und unterstehen dem Rat des Stadtbezirkes Köpenick.

 

1985 hatte die Wehr eine Personalstärke von über 50 Mann. Eine einfache Renovierung wurde 1986 durchgeführt. Mit der Wende veränderte sich das Tätigkeitsfeld stark. Neben den klassischen Aufgaben, wie Brandschutz und technische Hilfeleistung, kommt nun noch der Rettungsdienst hinzu. Die Alarmierungszahlen verdreifachen sich, die Personalstärke nimmt „wendebedingt“ um 60% ab.

 

1993 wurde die Sirene abgeschaltet. Alarmiert wird von nun an per Funkmeldeempfänger (Empfang in ganz Berlin möglich).

Im Silvester 1996 war ein schwerer Wohnungsbrand mit Menschenrettung in der Wilhelminenhofstraße. Drei Menschen können nur noch tot geborgen werden. Ein Kamerad unserer Wehr wird durch Rauchgas verletzt.

Nach einem Jahr wurde teilweise in einzelnen Räumen der Wache malermäßige Instandsetzung gemacht. Im Juli 1997 haben einige Kameraden freiwilligen Hilfseinsatz beim Oderhochwasser an zwei Wochenenden geleistet.

1998 verzichten die Kameraden der FF5340, auf Grund ungenügender Instandsetzungsarbeiten und Peronalknappheit auf Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Wache und der Gemeinde Oberschöneweide.

Das Dach wurde neu eingedeckt. Nach 43-jährige ehrenamtlicher Tätigkeit auf unserer Wache musste unser Kamerad Klaus Hilliges sein aktiven Dienst in unserer Wehr aufgeben (lt. Dienstvorschrift aus Altersgründen). Kamerad Hilliges war bis zu diesem Zeitpunkt unsere Wehrleitung und einer unserer beiden Kraftfahrer.

Zwischen 1998 und 1999 musste die Wehr wegen Kraftfahrermangel zeitweilig aus dem Dienst genommen werden.

Durch Ausbildung von zwei Kameraden zum Kraftfahrer und durch eine Neueinstellung kann der regelmäßige Dienstbetrieb endlich wieder aufgenommen werden. 

 

Silvester 2000 war wieder ein Wohnungsbrand. Diesmal in der Fritz- Kirsch-Zeile und anschließend in Neukölln (Eugen- Bolz- Kehre). Leider konnten die Kameraden kein Silvester feiern. Im Jahr 2000 beschließt die Wehr eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Die Vorbereitungen erwiesen sich als äußerst umfangreich.

April 2010 Indienstnahme des Vorraushelfer Fahrzeug (VHF). Die Ausbildung der Kameraden zu First Respondern erfolgte von Oktobrt bis Dezember 2009. Bis zur Gestellung des VHF wurden die First Responder Einsätze mit dem LHF-K gefahren welches im Oktober 2010 außerdienst gestellt wurde. Die Alarmzahlen steigen um das vierfache und der Ausrückebreich vergrößert sich durch den First Responder auf Niederschöneweide, Karlshorst, Baumschulenweg, Johannistal und Plänterwald.

 

Die FF 5340 hat einen eigenen Ausrückebereich (Oberschöneweide ca 4 km2). Der reguläre Einsatzdienst ist von Montag bis Freitag von 17 bis 5 Uhr. Samstag, Sonntag und Feiertags rund um die Uhr.

Durch die Berufstätigkeit unserer Kameraden ist ein dauerhafter 24-Stunden Dienst nicht möglich. In dieser Zeit übernehmen die benachbarten Wachen.

 

Per Funkmeldeempfänger werden sie alamiert, rennen zur Wache, rüsten sich aus und fahren vom Hof. Im Regelfall erreichen diese den Einsatzort innerhalb von 4-5 Minuten nach Alarmierung.

 

 

Zufallsbild

Einsatzstatistik

FF-5340

Letzter LHF1/LHF2 Alarm:

Unfall in Wohnung

02.01.2015 um 22:04 Uhr

Alarm - LHF: 5

Letzter First Responder Aarm:

Notfall mit Notarzt Atemnot

02.01.2015 um 21:48 Uhr

Alarm - FRF: 10

Einsätze Gesamt: 15

 

Einsätze Januar15